Nachhaltigkeitsprozesse in Kommunen anstoßen – Erfahrungen aus Görlitz
Workshop und Diskussion mit Norbert Rost, Janet Conrad und Anna Olbrich
Eine Vorstellung, wie eine nachhaltige Zukunft unserer Städte aussehen kann, müssen wir schon selbst entwickeln. Allein kommen wir aber nicht weiter: Für gelingende Transformationsprozesse braucht es gleichberechtigte Partnerschaften zwischen Zivilgesellschaft und Stadtverwaltung. Norbert Rost, ehemaliger Leiter der „Zukunftsstadt Dresden“, und der Arbeitskreis „Görlitz nachhaltig“ haben frische Visionen für ein nachhaltiges Görlitz gesammelt. Im Workshop werden diese vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert, wie die praktische Zusammenarbeit zwischen Kommune und Engagierten nun gelingen kann und sich das Kooperationspotenzial nutzen lässt.
Bilder: ©Jörg Gläscher, Thünen-Institut für Regionalentwicklung
Sachsen Fernsehen über Nachhaltigkeits-Kaffeeklatsch des Zukunftsstadtprojektes und der TU Dresden
Das Zukunftstadtprojekt der Landeshauptstadt Dresden wird seit Beginn an wissenschaftlich durch die TU Dresden begleitet. Nun wurde zum Nachhaltigkeitskaffeeklatsch eingeladen um sich weiter zu vernetzen und die digitale Projektfabrik sowie den WerkStadtKoffer des Projekts vorzustellen.
Weiter zum Beitrag des Sachsen Fernsehen.
Bekanntgabe der Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Dresden
Zur Eröffnung des Bürgerlabors im Dresdner Rathaus erklärten die Dresdner Stadtverwaltung und die futureprojects GmbH ihre Zusammenarbeit bei der Erprobung einer Bürgerprojekte-Software. Die Digitale Projektfabrik der futureprojects GmbH soll auf die Erfordernisse des Zukunftsstadt-Projekts angepasst werden und sowohl die Unterstützung der Beantragung von Zukunftsstadt-Fördermitteln als auch den Austausch zwischen bürgerschaftlichen Projektteams und Mitarbeitenden der Stadtverwaltung erleichtern. Norbert Rost, Geschäftsführer der futureprojects GmbH, erläuterte die Motivation zur Entwicklung der Digitalen Projektfabrik: Skalierbare Bürgerbeteiligung ermöglichen und Zukunftsstadt-ähnliche Beteiligungsprozesse in anderen Städten ermöglichen.
Gesamter Live-Mitschnitt der Veranstaltung (Digitale Projektfabrik ab Minute 15:37)
Projektfabrik: Spaziergang durch die Plattform
Für die Digitale Projektfabrik existiert jetzt ein Video, mit dem per digitalem Spaziergang durch die Plattform geführt wird. Wer verstehen will, was die Projektfabrik kann, wie sie sich bedient und wie sie Prozessbeteiligte von der Idee bis zum Projektplan oder sogar zum Förderantrag führt, kann sich hier einen Einblick holen:
Mehr Informationen: Projektfabrik.info
Ohne Bürgerbeteiligung kein (ausreichender) Klimaschutz!
Angesichts der von FridaysForFuture und den ScientistsForFuture organisierten PublicClimateSchool fordert Norbert Rost, Geschäftsführer der futureprojects GmbH, mehr Bürgerbeteiligung in den Kommunen.
„Die Transformation hin zu klimaneutralen Städten ist ohne Einbindung der Stadtgesellschaft nicht möglich. Die Kommunen müssen daher angemessene Beteiligungsprozesse entwerfen“ sagt Rost und fordert Unterstützung von Bund und Ländern. Er verweist auf das enorme Potenzial, dass eine Kooperation zwischen Bürgerschaft, Unternehmerschaft und Stadtverwaltung hätte. „1,8 Millionen Menschen waren 2019 bei den FridaysForFuture-Demonstrationen auf der Straße – man stelle sich vor, deren Motivation ließe sich für Stadtwandel-Projekte einbeziehen“ begründet der Wirtschaftsinformatiker.
Hintergrund der Forderung ist, dass jede Stadtverwaltung direkt nur die CO2-Emissionen beeinflussen kann, die auf ihren eigenen Grundstücken passiert. Das sind selten mehr als 40% der Emissionen im Stadtgebiet. Der Großteil der Emissionen passiert in Unternehmen, in Privathaushalten oder auch in der Mobilität – und für diese brauchen Kommunen die Mitwirkung der ganzen Stadtgesellschaft. Rost begrüßt, dass Klimaschutzkonzepte inzwischen fast zum Standard kommunaler Strategien gehören, er bemängelt aber das Silo-Denken bei deren Umsetzung. Verwaltungen müssen gezielt Kooperationen anbahnen und dafür aktiv angemessene juristische, analoge und digitale Räume bereitstellen.
Norbert Rost leitete von 2015–2018 die Zukunftsstadt-Dresden, in der BMBF-gefördert Bürgerbeteiligungsprozesse zur Entwicklung der nachhaltigen Zukunftsstadt erprobt wurden. Er warnte seit 2007 vor der großen Öl- und Gas-Abhängigkeit von Russland und leakte die Peak-Oil-Bundeswehr-Studie. Heute befasst er sich mit kommunaler Transformation und Bürgerbeteiligung. Aus seinen Zukunftsstadt-Erfahrungen wurde die Digitale Projektfabrik als Werkzeug zur Bürgerbeteiligung entwickelt. Für deren Einsatz werden Partner in Kommunen und Beratungsagenturen gesucht.
Mehr Informationen: www.projektfabrik.info/klimaschutz

Produktpräsentation
Für die Erreichung der hohen stadtstrategischen Ziele braucht es die Bürger- und Unternehmerschaft als starken Verbündeten. Genau so wollen auch wir als junges Startup-Unternehmen für die Erreichung unserer Ziele Verbündete gewinnen, die an uns und das was wir tun glauben. Was genau ist die Projektfabrik? Was wollen wir mit der Plattform erreichen? Und wo stehen wir aktuell in der Umsetzung unserer Vision? Auf unserer Produktpräsentation am 9. Mai 2022 wollten wir unser Publikum mit auf die Reise nehmen.
So kamen im wunderschönen ImpactHub viele Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen ins Gespräch über die Projektfabrik und konnten ihre Ideen und Impulse mit einbringen.
Wir möchten uns bei allen Beteiligten nochmal ganz herzlich bedanken. Es war eine inspirierende Atmosphäre, die hier entstanden ist und die uns wieder ein ganzes Stück weiter trägt.
Produktwebseite zur Projektfabrik geht online
Für die Digitale Projektfabrik haben wir jetzt eine Produkt-Informationswebseite online gestellt:
Damit geht die Vermarktung der digitalen Beteiligungsplattform in die nächste Phase.
Nachlese: Vorträge der DIV-Konferenz
Auf der DIV-Konferenz 2021 haben wir zwei Impulsvorträge gegeben:
- Mit Bürgerprojekten zur nachhaltigen Zukunftsstadt: ab Minute 5.
- #futurecityOS: ein Betriebssystem für die Zukunftsstadt, ab Minute 60.
futureprojects auf der DIV-Konferenz 2021
Wir haben uns mit zwei Impulsen zur diesjährigen DIV-Konferenz angemeldet, die digital durchgeführt wird:
- Mit Bürgerprojekten zur nachhaltigen Zukunftsstadt
- FutureCityOS: ein Betriebssystem für die Zukunftsstadt
Beide Beiträge beruhen auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre und sollen auch eine Art Zwischenfazit sein.
Die futureprojects GmbH wurde im März 2021 gegründet, um digitale Werkzeuge insbesondere für die Bürgerbeteiligung und die kollaborative Projektplanung zu entwickeln und zu erforschen. Der Einsatzbereich dieser Werkzeuge geht von Kommunen über Hochschulen und Stiftungen sowie Projektträger. Die Idee, aus den Digitalisierungs-Defiziten in den Kommunen eine Art sozio-technisches (Betriebs-)System zu ersinnen, ist noch sehr am Anfang. Sie zeigt aber, wohin das Denken und die Arbeit des Unternehmens gehen: es geht darum, grundsätzlich andere Herangehensweisen an die Gestaltung von Städten und Regionen, sowie an die intersektorale Zusammenarbeit zu entwickeln.
Dies ist zugleich der erste Blog-Beitrag auf der neuen Firmenwebseite, mit der sich das Unternehmen online präsentiert.
