Neue Kol­le­gen aus dem Rech­ner: KI-As­sis­ten­ten sol­len Bü­ro­teams verstärken

kinamik.de

Dres­den – Die fu­ture­pro­jects GmbH ent­wi­ckelt KI-ba­sier­te As­sis­tenz­sys­te­me, die Un­ter­neh­men bei ad­mi­nis­tra­ti­ven Auf­ga­ben un­ter­stüt­zen und so dem Fach­kräf­te­man­gel ent­ge­gen­wir­ken sol­len. Ziel­grup­pe sind vor al­lem klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unternehmen.

“KI-As­sis­ten­ten kön­nen Mit­ar­bei­ten­den viel Ar­beit ab­neh­men, ins­be­son­de­re bei wie­der­keh­ren­den Bü­ro­auf­ga­ben”, sagt Nor­bert Rost, Ge­schäfts­füh­rer der fu­ture­pro­jects GmbH in Dresden.

Zu den be­reits ver­füg­ba­ren Lö­sun­gen ge­hört „kiM­Mi“, das E‑­Mail-Ant­wor­ten vor­be­rei­tet und als Ent­wurf im Post­fach ab­legt: Der Ar­beits­tag be­ginnt nicht mehr mit ei­nem vol­len Post­ein­gang, son­dern mit fer­ti­gen Ant­wort­ent­wür­fen. Der In­ter­view-As­sis­tent „ki­MO­NA“ un­ter­stützt Un­ter­neh­men bei der struk­tu­rier­ten Be­fra­gung von Kun­den und Geschäftspartnern.

In Ent­wick­lung be­fin­det sich zu­dem „kiAN“, ein Sys­tem zur au­to­ma­ti­sier­ten Er­stel­lung von An­ge­bo­ten. Nach Ein­schät­zung des Un­ter­neh­mens könn­te der Auf­wand für An­ge­bots­er­stel­lung durch den Ein­satz von KI deut­lich re­du­ziert wer­den. Künf­tig sol­len Ge­sprächs­auf­zeich­nun­gen au­to­ma­ti­siert in An­ge­bots­do­ku­men­te über­führt wer­den, die an­schlie­ßend nur noch ge­prüft und an­ge­passt wer­den müs­sen. Was bis­her Stun­den dau­ert, soll dann weit­ge­hend au­to­ma­ti­siert ablaufen.

Die Nut­zung von KI in Un­ter­neh­mens­pro­zes­sen steckt nach An­sicht von fu­ture­pro­jects noch in den An­fän­gen. Ins­be­son­de­re ost­deut­sche Un­ter­neh­men könn­ten von Au­to­ma­ti­sie­rung pro­fi­tie­ren, da Fach­kräf­te häu­fig knapp sind. „Ge­ra­de in Ost­deutsch­land, wo Fach­kräf­te oft schwer zu fin­den sind, se­hen wir gro­ßes Po­ten­zi­al“, so Rost.

Seit Kur­zem ist das Un­ter­neh­men zu­dem als BAFA-Be­ra­ter ge­lis­tet. Da­mit kön­nen Un­ter­neh­men Erst­ana­ly­sen von Au­to­ma­ti­sie­rungs­po­ten­zia­len ak­tu­ell mit bis zu 80% för­dern las­sen. Das Un­ter­neh­men sucht Part­ner, um die be­stehen­den KI-As­sis­ten­ten zu ver­bes­sern und neue zu entwickeln.

Mit KI KI-Tools bau­en: Clau­de Code im Praxiseinsatz

Un­ser Bei­trag zum KI-Stamm­tisch am 21.04.2026

KI ist mehr als nur ein Chat­bot wie ChatGPT. Ge­nau das hat un­ser Ge­schäfts­füh­rer Nor­bert Rost in sei­nem Vor­trag im Rah­men des KI-Stamm­ti­sches ge­mein­sam mit dem Mit­tel­stand-Di­gi­tal Zen­trum Il­men­au ge­zeigt. Rund 45 Teil­neh­men­de grif­fen das The­ma mit gro­ßem In­ter­es­se auf und brach­ten eine zen­tra­le Fra­ge mit:

Kann man mit KI tat­säch­lich ei­ge­ne Tools bau­en und wie gut funk­tio­niert das heu­te schon?

Ein For­mat, das Aus­tausch lebt

Der KI-Stamm­tisch bie­tet eine Platt­form für ge­nau sol­che Fra­gen. In re­gel­mä­ßi­gem Aus­tausch wer­den hier kon­kre­te KI-Lö­sun­gen vor­ge­stellt. Aus Sicht von Ent­wick­lern eben­so wie aus An­wen­der­sicht. Da­bei geht es nicht nur um Tech­no­lo­gie, son­dern vor al­lem um Ver­net­zung, Per­spek­ti­ven und ehr­li­chen Dialog.

Die­sen An­satz hat Nor­bert Rost in sei­nem Vor­trag be­wusst aufgegriffen.

KI ver­ständ­lich und greif­bar machen

Ein zen­tra­les An­lie­gen war es, KI nicht nur tech­nisch fun­diert, son­dern auch ver­ständ­lich zu ver­mit­teln. Des­halb ar­bei­te­te Nor­bert Rost mit an­schau­li­chen Me­ta­phern, wie etwa aus der Welt der Gar­ten­werk­zeu­ge oder dem Bild ei­nes „Eis­händ­lers“.

Par­al­lel dazu wur­de be­wusst auf Pra­xis statt rei­ner Theo­rie ge­setzt: An­hand von Live-De­mos wur­de ge­zeigt, wie wir mit Clau­de Code ar­bei­ten und wie dar­aus kon­kre­te, funk­tio­nie­ren­de Lö­sun­gen entstehen.

So wur­de schnell deut­lich: KI kann heu­te weit mehr als nur Tex­te ge­ne­rie­ren. Sie lässt sich ge­zielt ein­set­zen, um spe­zi­fi­sche Auf­ga­ben zu lö­sen und so­gar gan­ze Pro­zes­se zu unterstützen.

Ein be­son­de­rer Fo­kus lag auf ei­nem in­ter­ak­ti­ven „Ein­käu­fer-Spiel“. Ge­mein­sam mit den Teil­neh­men­den wur­de durch­ge­spielt, wel­che An­for­de­run­gen, Ent­schei­dun­gen und Prüf­me­cha­nis­men not­wen­dig sind, wenn KI in rea­le Ab­läu­fe in­te­griert wird. Da­bei wur­de nicht nur sicht­bar, was be­reits mög­lich ist, son­dern auch, wie schnell sich sol­che Lö­sun­gen ent­wi­ckeln lassen.

Denn letzt­lich geht es nicht dar­um, KI nur zu ver­ste­hen, son­dern sie sinn­voll anzuwenden.
Oder an­ders ge­sagt: Men­schen sol­len ler­nen, wirk­lich mit KI zu arbeiten.

Leis­tungs­fä­hig – aber nicht fehlerfrei

So über­zeu­gend die ge­zeig­ten Mög­lich­kei­ten sind, ei­nes wur­de im Vor­trag klar betont:
KI ist kein per­fek­tes System.

Des­halb spielt Qua­li­täts­si­che­rung eine zen­tra­le Rol­le. Wer mit KI ar­bei­tet, muss Er­geb­nis­se ein­ord­nen, hin­ter­fra­gen und ge­zielt ver­bes­sern kön­nen. Ge­nau die­se Fä­hig­kei­ten wer­den zu­neh­mend entscheidend.

Oder, wie Nor­bert es for­mu­liert hat:
„Die Zu­sam­men­ar­beit mit KI ist wie mit ei­nem hoch­in­tel­li­gen­ten Kind mit ADHS.“

Aus­tausch, der weiterbringt

Im An­schluss wur­de be­wusst viel Raum für Fra­gen ge­las­sen und die­ser wur­de gern ge­nutzt. Von er­fah­re­nen Ex­per­ten bis hin zu Ein­stei­gern war al­les vertreten.

Ge­ra­de die­se Viel­falt hat den Aus­tausch be­son­ders wert­voll ge­macht. Un­ter­schied­li­che Per­spek­ti­ven und Er­fah­rungs­stän­de sind auf­ein­an­der­ge­trof­fen und ha­ben neue Im­pul­se ge­schaf­fen, auch für uns als Team.

Ge­mein­sam wur­de un­ter an­de­rem be­trach­tet, wie sich Code durch An­pas­sun­gen ver­än­dert und wel­che Rol­le The­men wie To­ken-Ver­brauch im prak­ti­schen Ein­satz spielen.

Fa­zit

Der KI-Stamm­tisch hat ein­mal mehr ge­zeigt, wie wich­tig pra­xis­na­he For­ma­te für den Um­gang mit neu­en Tech­no­lo­gien sind. Es geht nicht nur dar­um zu ver­ste­hen, was mög­lich ist, son­dern ge­mein­sam her­aus­zu­fin­den, wie es sinn­voll ein­ge­setzt wer­den kann und Aus­tausch aufrechtzuerhalten.

Wir ha­ben uns sehr ge­freut, Nor­bert Rosts Vor­trag in die­sem Rah­men ein­zu­brin­gen und als Team zu be­glei­ten und neh­men vie­le neue Im­pul­se und Kon­tak­te mit.

Und nicht zuletzt:
Es hat ein­fach Spaß gemacht.

Auch der Mit­tel­stand-Di­gi­ta­le Zen­trum Il­men­au hat ei­nen Rück­blick zu un­se­rem Vor­trag verfasst.

Schaut ger­ne mal rein!

War­um wir un­se­ren KI-As­sis­ten­ten Na­men ge­ben (und war­um das kei­ne Ver­mensch­li­chung ist)

In un­se­rem Ent­wick­ler-Team ha­ben wir lan­ge und in­ten­siv dar­über dis­ku­tiert, ob wir un­se­ren KI-As­sis­ten­ten über­haupt Na­men ge­ben soll­ten. Wir wa­ren an­fangs sehr vor­sich­tig, da wir die Tech­no­lo­gie auf kei­nen Fall künst­lich ver­mensch­li­chen woll­ten. Für uns ist Künst­li­che In­tel­li­genz ein Werk­zeug und wir wol­len we­der nach au­ßen noch in un­se­ren ei­ge­nen Köp­fen ein fal­sches Bild ent­ste­hen las­sen. Am Ende ha­ben wir uns den­noch für Na­men ent­schie­den, be­trach­ten die­se je­doch ganz prag­ma­tisch als funk­tio­na­le Pro­dukt­be­zeich­nun­gen.

Aus un­se­rer Sicht macht das ab­so­lut Sinn: Ein Name funk­tio­niert hier wie ein Da­tei-Pfad oder ein Short­cut auf dem Desk­top. Er ist schlicht ein La­bel für eine spe­zi­fi­sche Funk­ti­on. Wenn ein Team meh­re­re Sys­te­me für völ­lig un­ter­schied­li­che Auf­ga­ben nutzt, hel­fen Na­men da­bei, die Werk­zeu­ge im Kopf sau­ber zu tren­nen. Für die Nut­zer un­se­rer Platt­form kina­mik wird die Un­ter­schei­dung da­durch deut­lich einfacher.

- kiM­MI steht für die E‑­Mail-Un­ter­stüt­zung.

- ki­MO­NA steht für das In­ter­view-Pro­to­koll und struk­tu­rier­te Gespräche.

- kiAN steht für Zah­len, Kal­ku­la­tio­nen und die Angebotserstellung.

Der Name ist hier die ein­fa­che Ka­te­go­ri­sie­rung ei­ner Fach­kom­pe­tenz der Soft­ware. Er grenzt die Sys­te­me von­ein­an­der ab, wie die Be­nen­nung der Ord­ner auf dem Com­pu­ter. Durch das vor­an­ge­stell­te Prä­fix „ki“ (ki­MO­NA, kiAN, kiM­MI) ma­chen wir das Sys­tem-La­bel so­fort klar. Es ist eine funk­tio­na­le Kenn­zeich­nung. Da­durch wol­len wir in Er­in­ne­rung ru­fen, dass es sich um eine Künst­li­che In­tel­li­genz han­delt, wel­che den Mit­ar­bei­ter nicht er­setzt, son­dern unterstützt.

Gleich­zei­tig hof­fen wir, dass die­se Be­zeich­nun­gen die Tech­no­lo­gie greif­ba­rer und nah­ba­rer macht. Sie bau­en die oft hohe tech­ni­sche Hür­de ab. Es geht uns also nicht dar­um, der Soft­ware eine See­le an­zu­dich­ten, son­dern das In­ter­face so be­nut­zer­freund­lich und ein­fach wie mög­lich zu gestalten.

Wir wis­sen, dass die­se Dis­kus­si­on weit über die Tech-Welt hin­aus­ge­führt wird. Wir ha­ben für uns die­sen funk­tio­na­len Mit­tel­weg ge­wählt und sind sehr zu­frie­den damit.

Jetzt in­ter­es­siert uns Ihre Per­spek­ti­ve: Wie hand­ha­ben Sie das in Ih­ren Un­ter­neh­men? Und ist un­se­re Vor­ge­hens­wei­se für Sie nach­voll­zieh­bar? Wir freu­en uns auf Ihre Ge­dan­ken und ei­nen span­nen­den Aus­tausch! Schrei­ben Sie uns einfach.

fu­ture­pro­jects meets KI

2022 brach­te ChatGPT das Schlag­wort „künst­li­che In­tel­li­genz“ in al­ler Mun­de. Seit­dem goo­geln die Leu­te sel­te­ner, son­dern „spre­chen“ über ein Chat­fens­ter mit KIs al­ler Art.

2025 ent­stand bei uns die Fra­ge: und wie ma­chen wir die­se In­tel­li­genz für uns nutz­bar? Zu­erst ha­ben wir uns hel­fen las­sen, Code zu pro­du­zie­ren. Dann hat­ten wir eine Idee:Wie wäre es, wenn man sich per KI da­bei hel­fen läßt, E‑Mails zu be­ant­wor­ten? Vor­aus­set­zung: die Ant­wort soll di­rekt im Mail­post­fach lan­den – im Ent­wür­fe-Ord­ner. Kein Hin- und Her­ko­pie­ren von Emails, son­dern In­te­gra­ti­on in den Mail-Cli­ent, den man so­wie­so schon benutzt.

Auf die­ser Idee ent­stand un­ser ers­ter KI-As­sis­tent und eine Idee:Kina­mik.

Kina­mik soll ein Werk­zeug für Un­ter­neh­men wer­den: ver­schie­de­ne KI-As­sis­ten­ten hel­fen bei der Be­ar­bei­tung von Un­ter­neh­mens­auf­ga­ben. Sie hel­fen, über­neh­men ner­vi­ge Auf­ga­ben, schaf­fen freie Zeit, die die Mit­ar­bei­ter sinn­vol­ler ein­set­zen kön­nen als beim ewi­gen Durch­su­chen von Da­ten­ban­ken, Ko­pie­ren von Da­ten, Ab­ar­bei­ten wie­der­keh­ren­der Aufgaben.

Kina­mik ent­wi­ckelt sich. Was als Mail-As­sis­tent be­gann wird dem­nächst um ei­nen In­ter­view-As­sis­tent be­rei­chert und wächst zu ei­ner In­fra­struk­tur her­an, mit der es Un­ter­neh­men mög­lich wird, KI ins Un­ter­neh­men zu in­te­grie­ren, ohne gleich al­les auf den Kopf zu stellen.

Uns ist klar:Un­ter­neh­men, die KI nicht ein­set­zen, wer­den zu­rück­fal­len. KI er­leich­tert es, tech­ni­sche Sys­te­me mit­ein­an­der zu ver­bin­den und Au­to­ma­ti­sie­rung vor­an­zu­trei­ben. Ir­gend­wann wird der Mo­ment kom­men, wo di­gi­ta­le As­sis­ten­ten für Un­ter­neh­men au­to­ma­ti­siert un­ter­ein­an­der An­ge­bo­te er­stel­len, Auf­trä­ge ver­ge­ben, Erst­be­ra­tungs­ge­sprä­che füh­ren, usw. – und die mensch­li­chen Mit­ar­bei­ter über­wa­chen, Re­view­en, tref­fen Letzt-Entscheidungen.

Wir fin­den die ak­tu­el­le Ent­wick­lung sehr auf­re­gend und an­re­gend. Wir wol­len dazu bei­tra­gen, dass vor al­lem klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men Zu­gang zu die­ser Tech­no­lo­gie fin­den, um mit­hal­ten zu können.

Bild Persepektiven der Reallaborforschung

Re­al­la­bo­re als pra­xis­be­zo­ge­ner He­bel zu ei­ner nach­hal­ti­gen Stadtentwicklung

Am 11. und 12. April fand die Re­al­la­bor-Ta­gung 2024 in Dres­den statt. 300 Teil­neh­men­de, über­wie­gend Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler, tra­fen sich bei som­mer­li­chem Wet­ter auf Ein­la­dung des IÖR und des Re­al­la­bor-Netz­wer­kes im Hygiene-Museum.
Nor­bert Rost, Ge­schäfts­füh­rer der fu­ture­pro­jects GmbH war ein­ge­la­den, beim Auf­takt zum zwei­ten Kon­fe­renz­tag sei­ne Er­fah­run­gen zum Re­al­la­bor „Zu­kunfts­stadt Dres­den“ sicht­bar zu ma­chen. Sei­tens der Dresd­ner Stadt­ver­wal­tung dis­ku­tier­te Chris­tia­ne Wag­ner, sei­tens des Re­all­bor-Netz­werks Oli­ver Par­odi und sei­tens der Ge­schäfts­stel­le Re­al­la­bo­re des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft und Kli­ma­schutz Kai Hiel­scher. Die­ses von Re­gi­na Rho­di­us mo­de­rier­te Werk­statt­ge­spräch ver­such­te den Bo­gen von der For­schung über die Pra­xis bis hin zur An­pas­sung der Ge­set­zes­la­ge an die Not­wen­dig­keit von Ex­pe­ri­men­tier­klau­seln zu schlagen.
Der Be­griff der Re­al­la­bo­re fin­det seit ca. 15 Jah­re in­ten­si­ve­re Ver­brei­tung in der For­schungs­land­schaft. Re­al­la­bo­re wer­den vor al­lem ein­ge­setzt, um prak­ti­sche Er­fah­run­gen zu sam­meln und als He­bel zu wir­ken, um die Trans­for­ma­ti­on in Rich­tung Nach­hal­tig­keit zu ge­stal­ten. Ko­ope­ra­ti­on, aber auch Kon­fron­ta­ti­on sind Ba­sis so­wie Wir­kung von Trans­for­ma­ti­on. Der Wup­per­ta­ler Ober­bür­ger­meis­ter Uwe Schnei­de­wind sag­te in sei­ner Auf­trakt­re­de: „Trans­for­ma­ti­on ist kein Kin­der­ge­burts­tag, es hat mit Aus­ein­an­der­set­zun­gen und mit Kon­flik­ten zu tun“. Re­al­la­bo­re er­lau­ben es, po­ten­zi­el­le Kon­flikt­li­ni­en früh­zei­tig zu se­hen und im Klei­nen den Um­gang mit ih­nen zu er­ler­nen. Laut Schnei­de­wind ver­su­chen sol­che la­bor­haf­ten Ver­su­che in der rea­len Welt „pro­duk­ti­ve Zu­kunfts­ge­stal­tung mit Mach­bar­keit verbinden“.

Ge­sucht: Softwareentwickler*in/Softwareingenieur*in

Stel­len­aus­schrei­bung fu­ture­pro­jects GmbH

Softwareentwickler*in/Softwareingenieur*in (m/​w/​d)

Be­ginn: 01.06.2024

Um­fang: Voll- oder Teilzeit

Stand­ort: Dres­den und/​oder Remote

Die fu­ture­pro­jects GmbH ent­wi­ckelt mit der Di­gi­ta­len Pro­jekt­fa­brik eine Web-Platt­form zur Bür­ger­be­tei­li­gung in Städ­ten und Re­gio­nen so­wie zur Be­tei­li­gung in Un­ter­neh­men und Hoch­schu­len ba­sie­rend auf PHP Sym­fo­ny und React/​Typescript. Wir wol­len un­ser Team verstärken.

Wir ver­fol­gen das am­bi­tio­nier­te Ziel, Be­tei­li­gungs­pro­zes­se auf eine in­no­va­ti­ve und ef­fek­ti­ve Ebe­ne zu he­ben. Un­se­re Di­gi­ta­le Pro­jekt­fa­brik bie­tet Nut­zern eine ein­zig­ar­ti­ge Platt­form, um sich ak­tiv an der Ge­stal­tung stra­te­gi­scher The­men in ih­rer Kom­mu­ne und künf­tig in ih­rer Organisation/​ihrem Un­ter­neh­men zu be­tei­li­gen. Ob es dar­um geht, Pro­jek­te für eine sau­be­re Stadt, eine nach­hal­ti­ge Uni­ver­si­tät oder ei­nen durch­dach­ten Busi­ness­plan für un­ter­neh­me­ri­sche Her­aus­for­de­run­gen zu ent­wi­ckeln – die Platt­form bie­tet die not­wen­di­gen Werk­zeu­ge und das Um­feld für krea­ti­ve und kon­struk­ti­ve Zu­sam­men­ar­beit. Wir wol­len En­ga­gier­te da­bei be­glei­ten, Pro­jekt­plä­ne/-do­ku­men­te zu er­zeu­gen, die so­wohl ausführlich/​detailliert als auch ver­gleich­bar sind. Wir glau­ben, dass die nach­hal­ti­ge Trans­for­ma­ti­on von In­sti­tu­tio­nen und Ge­sell­schaft durch die Ein­bin­dung und Be­fä­hi­gung der Be­trof­fe­nen ge­sche­hen muss – und da­für lie­fert die Pro­jekt­fa­brik pass­ge­naue Unterstützung.

Da­für su­chen wir eine*n engagierte*n und erfahrene*n Entwickler*in, um un­ser dy­na­mi­sches Team zu ver­stär­ken. Als Expert*in in mo­der­nen Web­tech­no­lo­gien wirst Du eine sub­stan­zi­el­le Rol­le in der Ent­wick­lung und Op­ti­mie­rung un­se­rer Di­gi­ta­len Pro­jekt­fa­brik spielen.

Dei­ne Aufgaben:

  • An­pas­sung und Wei­ter­ent­wick­lung des Ba­ckends auf Ba­sis von PHP Sym­fo­ny, API-Plat­form, Postgres
  • An­pas­sung und Wei­ter­ent­wick­lung des Frontends auf Ba­sis von React/​Ty­pe­script
  • Kon­zep­ti­on neu­er Fea­tures und Re­fac­to­ring-Maß­nah­men, An­pas­sung und Er­wei­te­rung von Schnittstellen
  • Mit­wir­kung bei Be­trieb und Ad­mi­nis­tra­ti­on un­se­rer Soft­ware- und Sys­tem­land­schaft, ba­sie­rend auf Do­cker, Sca­lin­go, Sca­le­way, Bitbucket
  • Über­tra­gung be­stehen­der Soft­ware­be­stand­tei­le auf das neue An­wen­dungs­feld ei­ner Stra­te­gie-Un­ter­stüt­zungs­platt­form in Un­ter­neh­men und Organisationen
  • Si­cher­stel­lung der Code­qua­li­tät und Durch­füh­rung von Code-Re­views in un­se­rem stark test­ge­trie­be­nen Entwicklungsprozess
  • Un­ter­stüt­zung in der Kon­zep­ti­on von neu­en Features

Dein Pro­fil:

  • Ab­ge­schlos­se­nes Stu­di­um in Informatik/​Wirtschaftsinformatik, als Fachinformatiker*in oder eine ver­gleich­ba­re Qualifikation
  • Min­des­tens 2 Jah­re Be­rufs­er­fah­rung in der Webentwicklung
  • Fun­dier­te Kennt­nis­se in PHP, idea­ler­wei­se mit PHP Sym­fo­ny, Kennt­nis­se und/​oder Of­fen­heit für React/​JavaScript/​TypeScript
  • Er­fah­rung Do­cker, Ver­traut­heit mit Git
  • Ana­ly­ti­sche Fä­hig­kei­ten und Problemlösungskompetenz
  • Agi­les Ar­bei­ten und sou­ve­rä­ner Um­gang mit Än­de­run­gen wäh­rend des Entwicklungsprozesses
  • Team­fä­hig­keit und gute kom­mu­ni­ka­ti­ve Fähigkeiten
  • Trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on über den Ar­beits­fort­schritt, frü­hes Sicht­bar­ma­chen von Herausforderungen
  • Schnel­les Ein­den­ken in vor­han­de­nen Code
  • Selbst­stän­di­ge Arbeitsweise
  • Gute Deutsch- und Englischkenntnisse

Wir bie­ten

  • Eine krea­ti­ve und ko­ope­ra­ti­ve Arbeitsumgebung
  • Mög­lich­kei­ten zur fach­li­chen und per­sön­li­chen Weiterentwicklung
  • Fle­xi­ble Arbeitszeiten
  • Kon­kur­renz­fä­hi­ges Gehalt
  • Ein dy­na­mi­sches und un­ter­stüt­zen­des Team

Be­wirb Dich jetzt und wer­de Teil un­se­res Teams! Sen­de Dei­ne Be­wer­bung in­klu­si­ve Ge­halts­vor­stel­lung an matthias.henkert@futureprojects.de. Wir freu­en uns auf Dei­ne Bewerbung.

*Die Zie­le der Gleich­stel­lung von Frau­en und Män­nern ge­mäß dem Bun­des­gleich­stel­lungs­ge­setz wer­den be­rück­sich­tigt. Wir be­grü­ßen Be­wer­bun­gen von al­len Men­schen un­ab­hän­gig von de­ren kul­tu­rel­ler und so­zia­ler Her­kunft, Al­ter, Re­li­gi­on oder se­xu­el­ler Identität.

Be­tei­li­gung und Kol­la­bo­ra­ti­on bei En­er­gie und Klimaschutzstrategien

Trans­for­ma­ti­on ana­log und di­gi­tal beschleunigen

Zur be­schleu­nig­ten Um­set­zung städ­ti­scher En­er­gie- und Kli­ma­schutz­stra­te­gien braucht es die Ko­ope­ra­ti­on zwi­schen Ver­wal­tung, ört­li­chen Un­ter­neh­men und der Stadt­ge­sell­schaft. Wie or­ga­ni­siert man so et­was wirkungsvoll?

Im­mer mehr Kom­mu­nen er­stel­len En­er­gie- und Kli­ma­schutz­stra­te­gien und be­schrei­ben dar­in ihre Trans­for­ma­ti­on zu post­fos­si­len Städ­ten und Re­gio­nen. Ver­wal­tungs­stra­te­gien en­den je­doch an den kom­mu­na­len Grund­stücks­gren­zen, wenn sie ohne Ein­be­zie­hung ört­li­cher Un­ter­neh­men, Ver­ei­ne und der Be­woh­ner­schaft ge­dacht wer­den – denn Städ­te sind viel grö­ßer als der di­rek­te Ver­wal­tungs­ein­fluss reicht. Ohne Ko­ope­ra­ti­on mit ört­li­chen Un­ter­neh­men und der Stadt­ge­sell­schaft ist eine ganz­heit­li­che Trans­for­ma­ti­on nicht umsetzbar.

Ko­ope­ra­ti­on mit Nichtverwaltungsakteuren

In jede Kli­ma­schutz­stra­te­gie muss da­her die Ko­ope­ra­ti­on mit Nicht­ver­wal­tungs­ak­teu­ren ein­ge­dacht wer­den. Je brei­ter die Zahl und Viel­falt der Be­tei­lig­ten, umso stär­ker das Wir­kungs­po­ten­zi­al. Ein er­folg­ver­spre­chen­der An­satz ist, En­er­gie- und Kli­ma­schutz­pro­jek­te aus der Stadt­ge­sell­schaft in den Maß­nah­men­ka­ta­log der Kli­ma­schutz­stra­te­gie auf­zu­neh­men. Wich­tig ist da­bei, dass nicht zahl­lo­se dif­fu­se Ideen, son­dern bes­ten­falls aus­ge­ar­bei­te­te Pro­jekt­vor­ha­ben mit um­set­zungs­wil­li­gen Part­nern auf den Tisch kom­men. Aber wie or­ga­ni­siert man um­set­zungs- und pro­jekt­ori­en­tier­te Be­tei­li­gung mög­lichst vie­ler Mit­wir­kungs­wil­li­ger? Wie sti­mu­liert man Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on, da­mit die Ver­wal­tung nicht (un­ge­wollt) zum Fla­schen­hals der Trans­for­ma­ti­on wird, son­dern zum Ermöglicher?

Di­gi­ta­le Pro­jekt­fa­brik: Werk­zeug zur Beteiligungsorganisation

Die Di­gi­ta­le Pro­jekt­fa­brik er­leich­tert die Or­ga­ni­sa­ti­on sol­cher Prozesse:

  1. Die Stadt­ver­wal­tung oder ein kom­mu­na­ler Part­ner stellt mit der Di­gi­ta­len Pro­jekt­fa­brik ei­nen di­gi­ta­len Ko­ope­ra­ti­ons­raum zur Ver­fü­gung, an dem 24/7 orts­un­ab­hän­gig von vie­len Ak­teu­ren gleich­zei­tig Pro­jek­te ge­plant und sicht­bar ge­macht wer­den können.
  2. Be­tei­li­gung wird kon­se­quent auf Pro­jekt­ebe­ne ge­dacht: Stra­te­gie­um­set­zung als Bün­del von Ein­zel­pro­jek­ten. Es geht we­ni­ger dar­um, nur Ideen zu sam­meln oder end­los zu dis­ku­tie­ren, son­dern aus Ideen Pro­jek­te wer­den zu las­sen, de­ren Um­set­zung auf die Stra­te­gie einzahlt.
  3. Un­ter­neh­men und Stadt­ge­sell­schaft wer­den ein­ge­la­den, ei­ge­ne Pro­jekt­vor­ha­ben ein­zu­brin­gen, die sie selbst um­set­zen – viel­leicht mit der Stadt­ver­wal­tung als Part­ner. Statt Pro­jek­te „bei der Ver­wal­tung ab­zu­la­den“ er­öff­net die Ver­wal­tung mit der Pro­jekt­fa­brik ei­nen Raum, in wel­chem Be­tei­lig­te ei­ge­ne Pro­jekt­plä­ne ent­wi­ckeln und die­se dann um­set­zen. Die Pro­jekt­fa­brik be­fä­higt durch pass­ge­naue Fra­gen und bür­ger­leich­te Work­flows. Ent­ste­hen­de Pro­jekt­plä­ne sind als PDF ex­por­tier­bar und kön­nen zu Maß­nah­men­ka­ta­lo­gen ge­bün­delt, bei Fi­nan­zie­rungs­part­nern ein­ge­reicht oder dem Stadt­rat zur Ab­stim­mung vor­ge­legt werden.
  4. Der di­gi­ta­le Pro­jekt­markt­platz sorgt on­line für Trans­pa­renz über Pro­jek­te und die Bil­dung von Pro­jekt­teams. Ak­teu­re mit ähn­li­chen Vor­ha­ben er­fin­den das Rad nicht stän­dig neu, son­dern schlie­ßen sich on­line zu Teams zu­sam­men, um am glei­chen Pro­jekt zu arbeiten.
  5. Die 17 Nach­hal­tig­keits­zie­le (SDGs) und eine the­ma­ti­sche Rah­mung („Kli­ma­schutz-Pro­jek­te für Mus­ter­stadt“) fun­gie­ren als Klam­mer über alle Pro­jek­te. Pro­jekt­plä­ne las­sen sich mit­ein­an­der ver­glei­chen, um jene mit bes­tem Auf­wand-Wir­kung-Ver­hält­nis prio­ri­tär zu be­han­deln. Die Mög­lich­keit, För­der­töp­fe zu in­te­grie­ren kann An­rei­ze zu ei­ner Teil­nah­me und Pro­jekt­um­set­zung setzen.

Die wirk­sa­me Or­ga­ni­sa­ti­on gro­ßer Ko­ope­ra­ti­ons­pro­zes­se ist bis­lang eine Fehl­stel­le in der Um­set­zung kom­mu­na­ler Stra­te­gien. Ganz­heit­li­che Trans­for­ma­ti­on kom­ple­xer Sys­te­me, wie Städ­te und Re­gio­nen sie dar­stel­len, ge­lingt nur, wenn Wis­sen und Fä­hig­kei­ten vie­ler Ak­teu­re ge­zielt ein­ge­bun­den wer­den. Dann al­ler­dings soll­te es mög­lich sein, die Trans­for­ma­ti­on zu be­schleu­ni­gen. Be­schleu­ni­gung ist drin­gend nö­tig an­ge­sichts des spür­ba­ren Kli­ma­wan­dels und der Fra­gi­li­tät des En­er­gie­sys­tems und der an ihm hän­gen­den Sys­te­me der Da­seins­vor­sor­ge (Mo­bi­li­tät, Er­näh­rung, u.a.). Die Di­gi­ta­le Pro­jekt­fa­brik ist das aus den Dresd­ner Zu­kunfts­stadt-Er­fah­run­gen ab­ge­lei­te­te di­gi­ta­le Tool, mit dem sol­che Be­tei­li­gungs­pro­zes­se or­ga­ni­sier­bar werden.

Die­ser Ar­ti­kel wur­de ver­öf­fent­licht im Fach­ma­ga­zin Trans­forming Ci­ties, Aus­ga­be 04/22. Hier fin­det man den Ar­ti­kel im E‑Paper.

TU Dres­den: Bür­ger­pro­jek­te in der Stadtentwicklung

Im Rah­men der Vor­trags­rei­he zu lo­ka­ler De­mo­kra­tie und lo­ka­ler di­gi­ta­ler Par­ti­zi­pa­ti­on im For­schungs­kol­lo­qui­um der Pro­fes­sur für po­li­ti­sche Sys­te­me und Sys­tem­ver­gleich an der TU Dres­den stellt der Ge­schäfts­füh­rer der fu­ture­pro­jects GmbH am 29.11.2022 sei­ne Er­fah­run­gen vor. Der Vor­trag ist über­schrie­ben mit „Bür­ger­pro­jek­te in der Stadt­ent­wick­lung am Bei­spiel der Zu­kunfts­stadt Dres­den und der Di­gi­ta­len Pro­jekt­fa­brik“. Die Vor­le­sung fin­det ab 18:30 Uhr im Hör­saal­zen­trum statt:

Mehr In­for­ma­tio­nen zu Vortragsreihe

Zu­kunfts­stadt Dres­den – LH DD, IÖR und fu­ture­pro­jects prä­sen­tie­ren Er­fah­run­gen & Ergebnisse

Wie bit­te geht’s zur Zu­kunfts­stadt? – Un­ter die­ser Über­schrift prä­sen­tier­ten das Leib­niz-In­sti­tut für öko­lo­gi­sche Raum­ent­wick­lung (IÖR), die Lan­des­haupt­stadt Dres­den und die fu­ture­pro­jects GmbH bei ei­nem On­line-Event Er­fah­run­gen und Werk­zeu­ge aus dem Pro­jekt „Zu­kunfts­stadt Dres­den 2030+“. Sie­ben Jah­re lang ha­ben Akteur*innen aus Wis­sen­schaft, Stadt­ver­wal­tung und Zi­vil­ge­sell­schaft in dem Re­al­la­bor zu­sam­men­ge­wirkt und ver­schie­de­ne Trans­for­ma­ti­ons­expe­ri­men­te um­ge­setzt. Ihre Er­fah­run­gen bil­den die Grund­la­ge für den „Werk­Stadt­Kof­fer“ und die „Di­gi­ta­le Pro­jekt­fa­brik“, zwei di­gi­ta­le An­ge­bo­te, die es mög­lich ma­chen, dass an­de­re Städ­te vom Dresd­ner Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess ler­nen können.

In­no­va­ti­ons­pro­zes­se in der Ver­wal­tung di­gi­tal organisieren

Die Mit­ar­bei­ten­den in der Ver­wal­tung und den Un­ter­neh­men ei­ner Kom­mu­ne kön­nen die Quel­le gu­ter Ideen für die Ver­wal­tungs­mo­der­ni­sie­rung oder Um­set­zung kom­mu­na­ler Stra­te­gien sein. Mit der Di­gi­ta­len Pro­jekt­fa­brik las­sen sich sol­che In­no­va­ti­ons­pro­zes­se ein­fach organisieren.

Um die ei­ge­ne Stadt, Ge­mein­de oder Ver­wal­tung vor­an­zu­brin­gen braucht es gute Ideen, en­ga­gier­te Men­schen und ei­nen klu­gen Plan. Es lohnt, die Mit­ar­bei­ten­den auf­zu­for­dern, sich mit ei­ge­nen Vor­schlä­gen ein­zu­brin­gen. Je­doch kann die nicht­di­gi­ta­le Samm­lung von Ideen ver­stop­fend wir­ken: Wenn sich Ideen­skiz­zen als Pa­pier­sta­pel auf dem Schreib­tisch ei­nes Mit­ar­bei­ters sam­meln, ge­rät der In­no­va­ti­ons­pro­zess be­reits ins Sto­cken. Bes­ser wäre, die Ideen­ge­be­rin­nen könn­ten ei­gen­stän­dig ihre Ideen wei­ter aus­ar­bei­ten und an­de­re Mit­ar­bei­ten­de könn­ten sich selb­stän­dig zur Mit­wir­kung bei den Ideen­ge­bern mel­den. Di­gi­tal lässt sich so et­was 24 Stun­den täg­lich, 7 Tage pro Wo­che organisieren.

Ideen wer­den in Sit­zun­gen, Work­shops oder am Mit­tags­tisch ge­bo­ren, doch bis zu ih­rer Um­set­zung brau­chen sie eine Qua­li­fi­zie­rung, die letzt­lich auf eine Pla­nung hin­aus­läuft: Wer muss was bis wann tun? Wel­che Res­sour­cen braucht es da­für? Was kos­tet das? Wel­ches Team setzt sich den Hut auf? Erst wenn Ideen der­art un­ter­füt­tert sind, kann ent­schie­den wer­den, wel­ches Vor­ha­ben rea­li­siert wer­den sollte.

Die Di­gi­ta­le Pro­jekt­fa­brik ver­bin­det all die­se Schrit­te ei­nes In­no­va­ti­ons­pro­zes­ses auf ei­ner di­gi­ta­len Platt­form:

  • Ideen­samm­lung und Sichtbarmachung
  • Ent­wick­lung von be­ur­teil­ba­ren, qua­li­fi­zier­ten Pro­jekt­plä­nen pro Idee: samt Arbeits‑, Kos­ten- und Zeitplanung
  • Team­bil­dung rund um Projektvorhaben
  • Ex­port von Pro­jekt­map­pen als PDF zur Wei­ter­nut­zung oder Bün­de­lung in Maßnahmenkatalogen
  • Fi­nan­zie­rungs­ent­schei­dung per Par­ti­zi­pa­ti­ons­bud­get („par­ti­ci­pa­to­ry budgeting“)

Egal ob Kli­ma­schutz­stra­te­gie oder Ver­wal­tungs­mo­der­ni­sie­rung, ob Quar­tiers­ent­wick­lung oder Di­gi­ta­li­sie­rungs­kon­zept: Ideen sind nö­tig und Ko­ope­ra­tio­nen sind wich­tig – und die Di­gi­ta­le Pro­jekt­fa­brik hilft, sol­che Pro­zes­se auf­wands­arm zu or­ga­ni­sie­ren. In der heu­ti­gen Welt ge­lin­gen Vor­ha­ben nur im Zu­sam­men­spiel ver­schie­de­ner Ak­teu­re. Die pas­sen­den Ak­teu­re in den rich­ti­gen Pro­jek­ten zu­sam­men­zu­brin­gen kann kom­mu­na­le Vor­ha­ben mas­siv be­schleu­ni­gen. Da­her wäre so­gar denk­bar, in­ter­ne In­no­va­ti­ons­pro­zes­se für Ak­teu­re au­ßer­halb der Ver­wal­tung zu öff­nen, und Mit­ar­bei­ter aus kom­mu­na­len Un­ter­neh­men oder so­gar die Bür­ger- und Un­ter­neh­mer­schaft einzubeziehen.

Man stel­le sich eine Ver­wal­tung vor, in der ein di­gi­ta­ler In­no­va­tions- und Pro­jekt­pla­nungs­raum dau­er­haft ver­füg­bar ist. Wer Vor­ha­ben plant, macht sie trans­pa­rent, sam­melt Team­mit­glie­der und lässt sie mit­pla­nen – und pro­du­ziert ei­nen fer­ti­gen Pro­jekt­plan für den zu­ge­hö­ri­gen Maß­nah­men­ka­ta­log, die Dienst­be­ra­tung oder die Gemeinderatsvorlage.

Die­ser Text wur­de ver­öf­fent­licht in der Aus­ga­be 05/22 der Zeit­schrift Kom­mu­nal Di­rekt. Hier fin­det man den Ar­ti­kel.